Hier vier Artikel im Volltext:

1. “Tokenism – Die Theorie zur Frauenquote und warum 40 Prozent gerade richtig sind”

2. und 3. “Entwicklung ist weiblich” – Gleichberechtigung, Bildung, Reproduktive Rechte, Bevölkerungsökologie

4.  “Rückschläge? Überlegungen zu Kulturrelativismus und Geschlechterdemokratie in Deutschland”

5. Ergänzungen zu den zwei Aufsätzen “Entwicklung ist weiblich”

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1.”Tokenism – Die Theorie zur Frauenquote und warum 40 Prozent gerade richtig sind”
 


erschienen in: zwd-Magazin Frauen, Gesellschaft und Politik, 2012, Heft 300+1, S. 12-13

Download als PDF: rentmeister tokenism_zwd2012


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2.
Entwicklung ist weiblich. Über den Zusammenhang zwischen Gleichberechtigung, Reproduktiven Rechten und Menschlicher Entwicklung


in: Rehklau/Lutz (Hrsg.) (2007): Sozialarbeit des Südens, Band 1, Oldenburg, S. 91-122, mit Abbildungen

Artikel im Volltext als PDF

“In case of Emergency…” – Schlüsselanhänger mit eingeschweißtem Kondom, der Verfasserin 1985 in einem Taxi in Bangkok überreicht. Im Rahmen der humorvollen PR-Aktionen zur Familienplanung von Meechai Viravaidya. (Abb. 4 in “Entwicklung ist weiblich…” 2007). Foto: Cillie Rentmeister


Kapitel:
“Das geschwächte Geschlecht” – “Man wird als Frau nicht geboren”: Kurzer Blick auf lebenslange Diskriminierung, und wie patriarchale Konzepte höhere Geburtenraten fördern – Exkurs zu Geburtenraten, Exponentiellem Wachstum und Verdoppelungszeit – Das Menschenrecht auf “Reproduktive Gesundheit” – Der gemessene Entwicklungsstand: “Human Development Report” – Exkurs: Arab Human Development Report: Mängel an Freiheit, Wissen, Gleichberechtigung – Die Strategie “Bildung, Gleichberechtigung und Familienplanung” als Weg aus der Armut – Entwicklung ist männlich: Die Einbeziehung der Männer… durch Männer – Die Strategie “wirtschaftliche Selbständigkeit”: Beispiel Mikrobankerinnen (und Green Belt Movement) – Matriarachte und sozialökologische Intelligenz – Kritischer Blick in die eigene Entwicklungsgeschichte: Bevölkerungsexplosion in Europa, Frauenbewegungen und Geburtenrückgang – Das Versprechen der Gleichberechtigung: Fortschritte und Rückschläge.

Anmerkung: in der dieser Kurz-Fassung des Artikels kommt Martha Nussbaum noch nicht vor – ihre Beiträge zu Menschlicher Entwicklung, Befähigungsansatz und feministischem Humanismus werden in einer längeren Fassung gewürdigt werden.


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3.
Entwicklung ist weiblich – der gemessene Entwicklungsstand.
Kommentierte (Link-)Liste zu internationalen Online-Datenbasen und Reports

in: “Betrifft Mädchen”, 23.Jg., H.1, Januar 2010, S.38-40

Artikel im Volltext als PDF (1,7 MB)

zum summary beim Juventa-Verlag

Ergänzung/Update: Seit Erscheinen des Artikels 2010 gibt es neue Indikatoren zur Messung von Gender Ungleichheit; diese “New measures for an evolving reality: New measures for gender inequality” werden vorgestellt auf der Website des UNDP . Hier nur ein Beispiel:


Verluste aufgrund von Gender Ungleichheit – Beispielländer. Bildquelle: UNDP


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4.
Rückschläge? Überlegungen zu Kulturrelativismus und Geschlechterdemokratie in Deutschland

in: Via Regia. Blätter für Internationale Kulturelle Kommunikation, 68/69, 1999/2000

Artikel im Volltext bei Via Regia zum Download

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5.
Ergänzungen zu den Aufsätzen “Entwicklung ist weiblich” (2. und 3. Artikel oben) 

“Gleichberechtigung rettet Leben, senkt die Armut und verbessert die Gesundheit.” (UN-Weltbevölkerungsbericht 2005)

Um dieses Statement drehen sich die beiden Artikel zu “Entwicklung ist weiblich…”. In diese Drei-Wort-Kurzformel wiederum fasse ich die Kernaussagen der alljährlichen Weltbevölkerungsberichte, Jahresberichte der UNICEF und anderer Weltorganisationen. Nur exemplarisch und kurz wird in den beiden Artikeln der Blick auf die allzubekannten Mißstände gerichtet, denn: “Der Teufelskreis ist erkannt: Es gibt ein mehrdimensionales Wirkungsgefüge zwischen Frauendiskriminierung, Rückständigkeit (Armut, Gewalt, Unfreiheit) und exponentiellem Bevölkerungswachstum.”
(nach 2007, S.91, s.u.
)
Im Zentrum der Artikel stehen vielmehr statistische Belege und positive, ermutigende Praxisbeispiele für die Entwicklungs-Dividenden von Gleichberechtigung – und für erfolgversprechende Strategien: darunter die Strategie “Wirtschaftliche Selbständigkeit”, die Strategie “Bildung, Gleichberechtigung und Familienplanung< als Weg aus der Armut” und nicht zuletzt die Strategie “Entwicklung ist männlich: Die Einbeziehung der Männer – durch Männer”.

 

Als Beispiel und Illustration zum einleitenden Statement ein Screenshot aus www.ava2.de, einer website zur Fortbildung von Fachleuten: Hier hat Cristina Perincioli einige meiner ethnologischen Ergebnisse im Kapitel “Kultur bannt Gewalt” – in diesem Fall Häusliche Gewalt – verarbeitet.

 

tags/einige Schlagworte zu “Entwicklung ist weiblich”:

abhängige Altersgruppen unter 15 über 65 Jahren – Analphabetismus – Armut  – Bevölkerungspolitik – “Double Happiness” mit gleichberechtigten Männern – Eigentum – Besitzrechte für Frauen – Matrilineal – Familienplanung – FGM Female Genital Mutilation – Frauenbildung  – Gender Empowerment Measure GEM – Gender Development Index GDI – Geschlechterproportion – Gleichberechtigung – Human Development Index HDI – Human Development Report – “Kluge Mütter, erwünschte Kinder” – Kulturrelativismus – Literacy – Männer einbeziehen – Mädchenbildung – Mikrokredit – Nussbaum, Martha – Reproduktive Gesundheit – Reproduktive Rechte – Small family, happy family – Social Development – Sohnespräferenz – Universalismus – Weltbevölkerungsbericht – Weltbevölkerungskonferenz Kairo 1994 – Zeitschrift “Betrifft Mädchen” – Rosabeth Kanters Tokenism-Theorie und Frauenquote


Ergänzungen zu:
Mädchenbildung – Frauenbildung als Entwicklungsfaktor, – auch in Deutschland

Zur Bedeutung der Mädchen- und Frauenbildung für “Human Development” und “Social Development” auch in Deutschland gibt Corinna Voigt-Kehlenbeck in ihrem Abschlußbericht zu “20 Jahre Betrifft Mädchen” (2007/2008) einen umfassenden Überblick: 24_Corinna_Voigt-Kehlenbeck_Expertise-1

Der Artikel würdigt auch die Rolle des bisher einzigen Mädchenberichts in Deutschland, dem 6. Jugendbericht an die Deutsche Bundesregierung “Verbesserung der Chancengleichheit von Mädchen in der Bundesrepublik Deutschland” vom 15.2.1984.

Die Expertisen, die dem Bericht zugrunde lagen, erschienen in der Reihe “Alltag und Biografie von Mädchen” bei Leske und Budrich 1985; als Band 6: Cillie Rentmeister > “Frauenwelten – Männerwelten”.

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Ergänzung: Zum Konzept von “Human Development” – “Menschen sind der wahre Reichtum einer Gesellschaft…”
“Human Development is a development paradigm that is about much more than the rise or fall of national incomes. It is about creating an environment in which people can develop their full potential and lead productive, creative lives in accord with their needs and interests. People are the real wealth of nations. Development is thus about expanding the choices people have to lead lives that they value. And it is thus about much more than economic growth, which is only a means —if a very important one —of enlarging people’s choices.

Fundamental to enlarging these choices is building human capabilities —the range of things that people can do or be in life. The most basic capabilities for human development are to lead long and healthy lives, to be knowledgeable, to have access to the resources needed for a decent standard of living and to be able to participate in the life of the community. Without these, many choices are simply not available, and many opportunities in life remain inaccessible.

The basic purpose of development is to enlarge people’s choices. In principle, these choices can be infinite and can change over time. People often value achievements that do not show up at all, or not immediately, in income or growth figures: greater access to knowledge, better nutrition and health services, more secure livelihoods, security against crime and physical violence, satisfying leisure hours, political and cultural freedoms and sense of participation in community activities. The objective of development is to create an enabling environment for people to enjoy long, healthy and creative lives.

Mahbub ul Haq (1934-1998)
Founder of the Human Development Report

Quelle: UNDP


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Kommentare: 1 Kommentar »

Eine Mitteilung zu “Entwicklung ist weiblich – Human Development”

  1. rentmeister sagt:

    L´uguaglianza di genere riduce la povertà, salva la vita e migliora la salute

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