Hier finden Sie eine Auswahl meiner Veröffentlichungen und Medien-Produktionen.

… Die Veröffentlichungen beginnen 1974 – sie gehören zu den Pioniertexten einer feministischen Kunst- und Kulturwissenschaft, von “Women´s Studies” in Deutschland.

… in den 80er Jahren beginne ich mit Reisen in zeitgenössische Matriarchate – u.a. Südindien, Westsumatra – , um meine archäologischen Hypothesen und die auch von Feministinnen damals oft bezweifelte Existenz solcher Gesellschaftsformen zu erkunden

Ab Mitte der 80er Jahre bis heute bildet sich ein zweiter Themenschwerpunkt heraus: Technikkultur, Computer und Kreativität, mit der Entwicklung hin zu interaktiven Medien und ihren prosozialen Potenzialen, – die Genderdimension inklusive.

Ab Anfang der 90er Jahre kommen dann neue Begriffe in die Welt, wie “Human Development”, “Ethnizität” und “Reproduktive Rechte”, die mich seitdem unter bevölkerungsökologischen und Gender-Perspektiven bewegen, – und die ich auch in den zwanzig Jahren vorher, nur unter anderem Label, mit bearbeitet habe.

Die Arbeitsfelder: Genderfragen in Kunst- und Kulturgeschichte, Kulturvergleich, Kulturkritik; Film, Musik und interaktive Medien.


Für wen

Die Website stellt vor allem Studierenden Materialien zur Verfügung. Ab und zu werden deshalb kurze Einführungen gegeben und Zusammenhänge geschildert.
Paßwörter zu den geschützten Rubriken werden in den jeweiligen Vorlesungen genannt.

Uploads

Die Website ist `work in progress´: In loser Reihenfolge werden Veröffentlichungen als Volltexte mit Abbildungen zur Verfügung gestellt, – zu Medien und Fliegerei auch Videos und Hörproben. Die jeweils neuesten Uploads finden sich auch zweimonatsweise extra aufgelistet unter  > “Neu – Recent Uploads”.


Übersicht zu den Themen – es geht hauptsächlich um:

Bevölkerungsökologie, Reproduktive Rechte und Familienplanung als Frage von Krieg oder Frieden, Armut oder Wohlstand; Frauenbefreiungsbewegungen im 19. und 20.Jahrhundert; zeitgenössische Matriarchate als egalitäre, sozial intelligente und gewaltmindernde Gesellschaftsformen; Frauen als (unfreiwillige) Hüterinnen von Tradition und Ethnizität; genderisierte Raumsprache und steingewordene Geschlechterverhältnisse; dreissigtausend Jahre Körper, Kleider und Geschlechterkampf; Frauenkultur, -feste, -film und -musik; die Potenziale Kultureller Bildung; interaktive Medien, Internet und Handy – prosozial und präventiv; Avantgardistinnen der Technikkultur – und die Hälfte des Himmels für Frauen in der Luftfahrt; Gleichberechtigungsidee und Sozialismus; … und immer wieder um die Bedeutung von Gleichberechtigung für die Menschliche Entwicklung (“Human Development”) eines jeden Individuums mit den Zielen “Freiheit” und “Entfaltungsmöglichkeiten”.


Erkenntnisinteresse:

Am 20.4.1848 schrieb eine Frau namens Henriette in der Pariser “Voix des femmes”, einer feministischen Tageszeitung:
“Deshalb ist die Geschichte vor allen Dingen eine Lüge gegenüber den Frauen, und deshalb wird die Wahrheit darin nicht ans Licht kommen, bis die weibliche Beobachtung und Intelligenz sich mit ihr beschäftigen, und vor allen Dingen mit ihr wieder die weiblichen Interessen verknüpfen… (Die Historikerinnen) haben uns so viel zu sagen über die wahren Ursachen unseres fortschreitenden Niederganges, über den Verlust unserer Schönheit, den Verlust des Gegenstandes unserer Liebe. Nicht wahr, Frauen, wir wollen alles wissen… Auf, gehen wir vorwärts mit der Kraft unserer Soldarität…”
(zit. nach Rentmeister 1974, S.75)

“Der Aufstand gegen die Ehemänner wird zur heiligsten Pflicht erklärt!” Daumier, Die sozialistischen Frauen, 1849


Vorspann zu den frühen Texten 1974-1984:

Fragen über Fragen. Wie auch bei anderen Texten aus den Anfängen der neuen Frauenbewegung und Frauenforschung sind das Feuer der Begeisterung, die Frische der ersten Entdeckungen und die Frechheit der Fragen spürbar – denn in allen akademischen Disziplinen herrschte tiefste Geschlechterblindheit, bis nun Studentinnen und junge Dozentinnen mit ihren herausfordernden Fragen oft gleich gruppenweise und alsbald in Frauensommeruniversitäten auf den Plan traten – und oft unbekümmert um akademischen Jargon, strenggehütete Fachgrenzen und -Gepflogenheiten praktisch allen Fächern einen Innovationsschub verpaßten. Letzteres fiel manch arrivierten “Männern der Wissenschaft” (und manchen der damals verschwindend wenigen Frauen) zunächst schwer anzuerkennen.

Ich spreche hier einmal von “wir” – im Sinne des neu entdeckten “Wir”-Gefühls der frühen 70er Jahre, das auch wirklich gefühlt und gewünscht und nicht nur eine parteiförmige “Idee” war:
“Wir” stellten ganz umfassend eine Frage von Neuem, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert “Die Frauenfrage” hieß. (In Deutschland war diese Frage durch den Nationalsozialismus mit Schärfe und Gewalt “beantwortet” worden.)

Aber anders, als es heute öfter dargestellt wird, wurden “die Männer” keineswegs ausgeblendet, sondern es standen immer die “Geschlechterverhältnisse”, “Geschlechterbeziehungen” auf dem Prüfstand – wie auch anders, denn wer von der gesellschaftlichen Situation “der Frauen” redet, kann es doch gar nicht ohne die männliche Bezugsgröße. Das Neue waren die Parteilichkeit und die Perspektive; gefragt wurde aus weiblicher Sicht, aus weiblichen Interessen – und was das wiederum überhaupt sein könnte, auch darum ging der Streit. Das Neue? Siehe oben das Zitat von “Henriette”…


In loser Folge werden auf dieser website Texte und Medien eingefügt.

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